In meiner performativen Führung durch den Garten der Burg Lede lud ich dazu ein, langsam zu werden, zu lauschen und besonders genau hinzuschauen. Durch gezielte Einschränkungen des Sehens – unter anderem mithilfe einer Blende – öffneten wir uns einer tieferen, konzentrierteren Form der Wahrnehmung.
Die Führung war als choreografierte Annäherung an natürliche Prozesse, unscheinbare Details und verborgene Zusammenhänge gedacht. Tiere, Pflanzen, Spuren und Klänge des Gartens wurden zu Akteuren in einem offenen Dialog zwischen sinnlicher Erfahrung und künstlerischer Reflexion.
Wir bewegten uns gemeinsam durch verschiedene Stationen, an denen sich performative Handlungen, poetische Impulse und wissenschaftlich-biologische Beobachtungen miteinander verwoben. Der Garten wurde dabei nicht nur zum Schauplatz, sondern zum Denkraum für Fragen nach Fremdheit, Sichtbarkeit, Bedeutung und Verbundenheit in einer sich wandelnden Welt.